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Die Covid-19-Pandemie hat einen Trend verstärkt, der sich bereits seit Jahren abzeichnet, nämlich jenen, die Trennung zwischen Wohnen und Arbeiten immer mehr aufzuheben. Dieser Trend hat vor allem mit der technologischen Entwicklung zu tun, die es uns immer mehr erlaubt, Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Schließlich erreichen uns E-Mails immer und überall und auch erreichbar sind wir nahezu rund um die Uhr.

Resimercial Design: Was ist das denn?

Dass die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer mehr verschwimmen, zeigt sich auch in der Einrichtung und Ausstattung von Arbeitsplätzen, in die immer mehr Elemente des privaten Wohnens einfließen. In den USA ist dafür der Begriff „Resimercial Design“ geprägt worden, wobei „Resimercial“ ein Kunstwort ist, das aus „Residential“ (also das Wohnen betreffend) und „Commercial“ (die Arbeit betreffend) gebildet worden ist.

Resimercial Design ist kein Spleen, nichts, was den Köpfen verrückter Kreativer entsprungen wäre. Vielmehr greift es das Bedürfnis der Mitarbeiter auf, sich am Arbeitsplatz „zuhause“ fühlen zu können. Und das ist wiederum ein wichtiger Faktor, wenn es um das Employer Branding geht, darum also, wie anziehend Ihr Unternehmen auf potentielle Mitarbeiter, sprich: auf Talente wirkt. Schließlich treffen gerade Millennials ihre Entscheidung für einen Arbeitgeber immer stärker auch auf Basis des Wohlfühlfaktors.

Die Charakteristika hybrider Büros

Wenn die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten immer undeutlicher werden, bringt das mit sich, dass sich Arbeitsplätze im Design immer stärker Privatwohnungen annähern. Dazu gehört etwa eine Einteilung, die unterschiedliche Stile in unterschiedlichen Bereichen zulässt. Oder eine verstärkte Nutzung von Tageslicht und eine heimelige Beleuchtung vor allem jener Flächen, die nicht dauerhaft genutzt werden.

Im Resimercial Design häufig verwendet werden auch Teppiche aus Wolle oder Vorhänge, wie wir sie von zuhause kennen. Wichtig ist zudem, informelle Bereiche zu schaffen, in denen die Mitarbeiter zusammenkommen können. Ausgestattet werden diese mit Stehtischen und/oder komfortablen Sitzgelegenheiten, etwa Sofas, um den Mitarbeitern einen entspannten Austausch zu ermöglichen.

Wohlfühlfaktor erhöht Kreativität

Gerade letzteres zeigt, dass es darum geht, die Mitarbeiter nicht ständig daran zu erinnern, dass sie am Arbeitsplatz sind, sondern vielmehr eine Atmosphäre zu schaffen, die Kreativität fördert, Austausch ermöglicht, Kommunikation erleichtert. Es ist also der Wohlfühlfaktor, der hier in den Mittelpunkt gerückt wird und zu diesem gehört auch immer stärker eine „grüne“ Umgebung. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Im wörtlichen Sinne sorgen klassische Topfpflanzen für einen grünen Touch. Sie bilden einen Ruhepol für die Augen, sorgen für Leben im Büro und tragen bestenfalls auch zu einer Verbesserung des Raumklimas bei. Im übertragenen Sinn „grün“ ist ein Büro dann, wenn es nachhaltig ist. Verknüpft man Nachhaltigkeit und Wohlfühlfaktor, landet man bald bei natürlichen Materialien, die in dieser Hinsicht Kunststoffen um ein Vielfaches überlegen sind.

Letztendlich schafft das Resimercial Design Hybride zwischen Büros und Wohnungen, zwischen Leben und Arbeiten. Eine klare Trennung zwischen beiden Bereichen ist schließlich lange schon nicht mehr möglich.

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